Wichtiger „Zweier“ im Abstiegskampf

Am vergangenen Sonntag fand sich die Erste zu einem „Endspiel“ bei Friesen Lichtenberg ein. Der Spieltag hatte besondere Bedeutung für uns, da nur ein Sieg die Möglichkeit auf den Klassenerhalt wahrte. Um es vorweg zu nehmen: NARVAs Chancen auf den Verbleib in der Stadtliga sind nach wie vor intakt, während die hart kämpfende Mannschaft von Friesen wohl nicht mehr auf Rettung hoffen kann.

Der 5:3-Sieg war sicher etwas glücklich, aber das gehört eben auch dazu. Der Reihe nach:

Hilmar sorgte für einen schnellen halben Punkt. Ich spielte ebenfalls mit Schwarz und war nach einer guten halben Stunde nicht traurig über das Remisgebot von Dr. Kühnemund, da meine Initiative aus der Eröffnung versiegte. Danach sah es eine Zeitlang finster aus: Johnny und Rouven standen mehr schlecht als recht, alle anderen waren jedenfalls nicht im Vorteil. Dieter lehnte ein Remisangebot ab und kämpfte im Sinne der Mannschaft lange weiter. „Kneten“ war sein Motto und tatsächlich presste er etwas aus der ausgeglichenen Stellung. Ein ungenauer Zug vergab aber den Vorteil, sodass am Ende ein erkämpftes Unentschieden herauskam.

Dann drehte erst Jonatan seine Partie mit schönem Mattangriff – die erbeutete Figur verwandelte er sicher. Direkt im Anschluss erzielte Rouven entscheidenden Vorteil in seinem Spiel. Das war nichts für schwache Nerven, da mehrere bange Momente zu überstehen waren. Klasse gemacht, Jungs!

George spielte ebenfalls eine interessante Partie: Die Bauern vor dem eigenen König stürmten mutig nach vorne, der erfahrene Gegner Helmut Kuzaj nutzte geschickt eine Abwicklung mit Bauerngewinn. In der entstehenden Stellung beherrschten Georges Läufer dennoch das ganze Brett, sodass der materielle Nachteil nachrangig war. Das Remisangebot von George wurde fast dankbar angenommen; einen Gewinn konnte ich aber nicht entdecken, sodass das Ergebnis in Ordnung ging.

Tomas nutzte seinen Freigang aus dem Spital, um uns zu unterstützen! Diese Einsatzbereitschaft für das Team möchte ich gesondert erwähnen. Auch am Brett zeigte er sich (fast) in gewohnter Stärke und setzte die gegnerische Nr. 1 Jan Elsing konsequent unter Druck. Am Ende führte ein fehlerhafter Zug in ein wohl verlorenes Turmendspiel, dass dank einer starken Verteidigungsleistung aber in ein Remis mündete.

Als letzte Partie endete die von Ekkehard, der beim Übergang ins Endspiel ebenfalls das Läuferpaar behielt und einen Bauern erobern konnte. Eine Unachtsamkeit ließ seinen Kontrahenten aber alle Bauern abräumen, das entstehende Endspiel T+L gegen T ließ sich nicht zu einem Sieg verwerten.

Im Ergebnis also sechs Remisen bei zwei Siegen, eine starke und geschlossene Mannschaftsleistung. Die verbleibenden Runden versprechen Spannung im Abstiegskampf: Friedrichshagen und Hermsdorf haben wie wir erst vier MP gesammelt. Da gilt es dann!

Rudolf Lange

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