Hans-Dieter in Misdroy

25. Offenes Brandenburgisches Seniorenturnier 2017

Miedzyzdroje 23.06. – 01.07.2017

Nach dreijähriger Pause zog es meine Familie und mich wieder nach Misdroy. Mich, um am 25. Offenen Brandenburgischen Seniorenturnier teilzunehmen, meine Familie, um sich zu erholen.
Ich hatte mir vorgenommen, 6 aus 9 Punkte zu machen, verfehlte dieses Ziel mit 5 aus 9 aber deutlich. Das Ergebnis von +3,=4,-2 offenbart, dass ich diesmal zu viele Partien nur mit einem Remis beenden konnte. Immerhin konnte ich mit diesem Ergebnis meine DWZ um 8 verbessern.
Ich hatte Probleme, Gewinnstellungen zu realisieren. Weiterhin kamen gesundheitliche Probleme, verbunden mit extremen Schlafstörungen hinzu, die in einigen Partien eine akute Zeitnot (gespielt wurde 40 Züge in 90, den Rest in 30 Minuten) zur Folge hatten.
Nun zu den einzelnen Runden:

Köhler, Horst (1667/1259) – Dr. Hans-Dieter Maetzing (1966/1820) 0:1

In der ersten Runde eines nach Schweitzer System gespielten Turniers muss man entweder gewinnen oder darf man verlieren, je nachdem, ob man sich in der oberen oder unteren Hälfte der Sitzliste befindet. Gegen diesen Gegner musste ich also unbedingt ein Sieg her.

Weis hat gerade 30. Sg3 gezogen

Mein Gegner hielt bis zu seinem 29. Zug lange Zeit gut mit, stellte dann aber einen Bauern und damit im höheren Sinne bereits die Partie ein.

Dr. Hans-Dieter Maetzing (1966/1820) – Lewandowski, Tadeus (1741/1654) 0,5:0,5

Nach dem gelungenen Einstieg in das Turnier wollte ich auch die zweite Partie unbedingt gewinnen. Nachdem ich in dieser Partie wieder durch ein Scheinopfer einen h-Bauern gewinnen konnte, schien das auch möglich. Leider habe ich den möglichen Sieg bei beginnender Zeitnot aus der Hand gegeben.

Hier zog ich nicht Kf1, sondern begab mich mit  Kf3 in eine Fesselung.

Später musste ich nach einem Fehler sogar die Qualität geben, konnte aber noch ein Remis retten. Fazit: einen halben Punkt verschenkt!

Feliksinski, Tadeusz (1638/-) – Dr. Hans-Dieter Maetzing (1966/1820) 0:1

Um bei der Kategorien-Wertung TWZ < 2000 vorne mitmischen zu können, musste unbedingt ein Sieg her. Ich spielte erstmals in einem Turnier eine Nebenvariante der Skandinavischen Verteidigung. Mein Gegner opferte in der Eröffnung einen Bauern für Angriff. Es gelang mir aber, die Stellung zusammen zu halten und den Mehrbauern zu behaupten.

Die kritische Stellung. Statt hxg muss f4+ gezogen werden.

Dr. Hans-Dieter Maetzing (1966/1820) – Gensch, Manfred (1833/1703) 0,5:0,5

Aus der Eröffnung heraus konnte ich langsam aber sicher einen Vorteil herausarbeiten. Leider konnte ich diesen nicht realisieren und so endete diese Partie Remis. Ich hatte einen Bauernsturm am Königsflügel vorbereitet, diesen aber solange heraus gezögert, bis diese Gelegenheit vertan war.

Hier hatte ich zum letzten Mal die Gelegenheit, h6 zu versuchen.

Swoboda, Peter (2001/1887) – Dr. Hans-Dieter Maetzing (1966/1820) 0,5:0,5

Ein Remis nach 6 Zügen. Meinem Gegner passte die Schlussstellung nicht.

Dr. Hans-Dieter Maetzing (1966/1820) – Rychlik, Kurt (2028/1885) 1:0

Ziel war, nicht zu verlieren. Aus der Eröffnung heraus lies ich mich aber langsam aber sicher überspielen, so dass ich später eigentlich auf Verlust stand.

Jetzt hätte Sg4+ nebst Sde3 den Sieg sichergestellt.

Schwarz kam aber nicht mit der beginnenden Zeitnot zurecht und verlor erst seinen Vorteil, dann die Partie durch ZÜ.

Weidlich, Günter (2188/2111) – Dr. Hans-Dieter Maetzing (1966/1820) 1:0

Sich gegen diesen Gegner vorzubereiten, war nicht einfach, denn er spielte schon d4, c4, Sf3 und b3 als ersten Zug. Diesmal war es Sf3 nebst c4, also ausgerechnet Englisch, womit ich nie so richtig zurechtkam.

Ich hatte gerade Txb6 gezogen (Sxb6!?) und dabei in hochgradiger Zeitnot übersehen, dass der Läufer den Springer mit Schach schlägt.

Dr. Hans-Dieter Maetzing (1966/1820) – Najdzionek, Boleslaw (1785/-) 0:1

Diese Partie sollte mir eigentlich einen ganzen Punkt bringen, entwickelte sich aber zu einem Zeitnotgefecht, in dem ich am Schluss meine Nerven nicht im Zaum hatte. Ein Albtraum! Dabei war ein Sieg möglich!

Jetzt nicht Tc2??, sondern bxc nebst d6

Thiele, Günter (1980/1838) – Dr. Hans-Dieter Maetzing (1966/1820) 0,5:0,5

In der letzten Runde sollte nochmal ein Sieg her. Deshalb wurde die Partie von beiden Seiten kompromisslos angelegt.

In dieser Stellung traute ich mich nicht, Dxc2 zu spielen. Schließlich endete die Partie mit einem Remis.

(Die kompletten Partien im Mitgliederbereich)

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